Vor 20 Jahren war dies nicht vorstellbar, als 10.000 Menschen loszogen, um den Tagebau Cospuden zu stoppen, damit er sich nicht noch weiter durch den Auwald frißt. Der Braunkohletagebau Cospuden klaffte als tiefe Wunde in der Landschaft, nahm Dörfer mit sich und Tausenden die Heimat.
Inzwischen sind 20 Jahre der Renaturierung und Rekultivierung, Flutung und Tourismusentwicklung ins Land gezogen, die die Wunden der zerschundenen Landschaft bedecken und langsam heilen.
Am 20. März um 10 Uhr startet die Sterntour von drei Punkten: per Rad am Connewitzer Kreuz und in Großzschocher; zu Fuß in Markkleeberg-West.
Sie führt zur Neuen Harth/Pier 1 am Uferrundweg des Cospudener Sees. Unterwegs wird an verschiedenen Stationen über die Entwicklung des Sees und der Neuen Harth berichtet, so an der Lauer, am ehemaligen Wasserwerk und am Standort Belantis/ Bistumshöhe.
Am Ziel wird eine symbolische Pflanzaktion an die Märzenbecher-Aktion erinnern, mit der 1989 die Märzenbecher vor dem voranschreitenden Tagebau gerettet werden sollten. „20 Bäume und eine Wildblumenwiese für Cospuden“ können die Teilnehmer dort vor Ort pflanzen und ansäen und so ein Stück Natur gestalten. Aktivisten und Organisatoren von damals, so Wolfram Herwig und Thomas Thiel, der Markkleeberger Oberbürgermeister Dr. Klose und Nico Singer vom Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e. V. stehen nach kurzen Grußworten zur Diskussion bereit. Eine Ausstellung wird alte Bilder und Pläne zeigen.
Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. und der Stadt Markkleeberg.
In Kürze:
Wofür? Für die Erhaltung und Regeneration der Natur am Cospudener See und als Erinnerung an die Aktion „Stopp den Tagebau Cospuden 90“
Wann? 20. März 2010, Treff Sternmarsch: 10 Uhr, Pflanzaktion: 11 Uhr
Wo?
Treff
Leipzig-Connewitz: Vorplatz der Paul-Gerhard-Kirche, Selneckerstr.
(per Rad)
Treff
Leipzig-Großzschocher: Hutten-/ Zschochersche Str. (per Rad)
Treff
Markkleeberg-West: Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 9
(August-Bebel-Straße) (per pedes)
Ziel? Südufer des Cospudener Sees, Grußworte von OBM Dr. Klose, Wolfram Herwig und Nico Singer, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e. V., Ausstellung, Pflanzaktion „20 Bäume und eine Blumenwiese für Cospuden“
AnsprechpartnerInnen:
Urte
Grauwinkel, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig
Ralf
von Rauchhaupt, Stadt Markkleeberg


