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Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V.
16.02.2010

AUFRUF ZUM STERNMARSCH an den Cospudener See - 20. März

Einer der ersten großen Erfolge des Ökolöwen war der Stopp des Tagebaus Cospuden. Im April 1990 folgten 10.000 Menschen dem Aufruf des Ökolöwen, der Bürgerinitiative "Stop Cospuden 90" und der Umweltinitiative Markkleeberg und demonstrierten gegen den Tagebau. Cospuden wurde gestoppt und große Teile des südlichen Auwalds gerettet.

Daran möchten wir erinnern. Wir laden alle zu einem Sternmarsch ein, die im April 1990 demonstrierten, um den Tagebau Cospuden zu stopppen und alle, denen der Cospudener See am Herzen liegt. Wir möchten erinnern und zeigen, was erreicht wurde, aber auch wie es mit der Entwicklung am Cospudener See weiter geht.

Still ruht der See - Wo sich derzeit noch eine dünne Eisdecke befindet, werden im Sommer wieder tausende Erholungssuchende dem Lärm der Großstadt entfliehen und am Cospudener See ein Stück Natur, das saubere Wasser und die Sonnenuntergänge genießen.

Vor 20 Jahren war dies nicht vorstellbar, als 10.000 Menschen loszogen, um den Tagebau Cospuden zu stoppen, damit er sich nicht noch weiter durch den Auwald frißt. Der Braunkohletagebau Cospuden klaffte als tiefe Wunde in der Landschaft, nahm Dörfer mit sich und Tausenden die Heimat.

Inzwischen sind 20 Jahre der Renaturierung und Rekultivierung, Flutung und Tourismusentwicklung ins Land gezogen, die die Wunden der zerschundenen Landschaft bedecken und langsam heilen.

Am 20. März um 10 Uhr startet die Sterntour von drei Punkten: per Rad am Connewitzer Kreuz und in Großzschocher; zu Fuß in Markkleeberg-West.

Sie führt zur Neuen Harth/Pier 1 am Uferrundweg des Cospudener Sees. Unterwegs wird an verschiedenen Stationen über die Entwicklung des Sees und der Neuen Harth berichtet, so an der Lauer, am ehemaligen Wasserwerk und am Standort Belantis/ Bistumshöhe.

Am Ziel wird eine symbolische Pflanzaktion an die Märzenbecher-Aktion erinnern, mit der 1989 die Märzenbecher vor dem voranschreitenden Tagebau gerettet werden sollten. „20 Bäume und eine Wildblumenwiese für Cospuden“ können die Teilnehmer dort vor Ort pflanzen und ansäen und so ein Stück Natur gestalten. Aktivisten und Organisatoren von damals, so Wolfram Herwig und Thomas Thiel, der Markkleeberger Oberbürgermeister Dr. Klose und Nico Singer vom Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e. V. stehen nach kurzen Grußworten zur Diskussion bereit. Eine Ausstellung wird alte Bilder und Pläne zeigen.

Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert vom Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. und der Stadt Markkleeberg.

In Kürze:

Wofür? Für die Erhaltung und Regeneration der Natur am Cospudener See und als Erinnerung an die Aktion „Stopp den Tagebau Cospuden 90“

Wann? 20. März 2010, Treff Sternmarsch: 10 Uhr, Pflanzaktion: 11 Uhr

Wo?
Treff Leipzig-Connewitz: Vorplatz der Paul-Gerhard-Kirche, Selneckerstr. (per Rad)
Treff Leipzig-Großzschocher: Hutten-/ Zschochersche Str. (per Rad)
Treff Markkleeberg-West: Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 9 (August-Bebel-Straße) (per pedes)

Ziel? Südufer des Cospudener Sees, Grußworte von OBM Dr. Klose, Wolfram Herwig und Nico Singer, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e. V., Ausstellung, Pflanzaktion „20 Bäume und eine Blumenwiese für Cospuden“

AnsprechpartnerInnen:
Urte Grauwinkel, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig
Ralf von Rauchhaupt, Stadt Markkleeberg


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23.11.2009 (aktualisiert am 11.02.2010)

Jubiläumsbroschüre

Jubiläumsbroschüre

Der Ökolöwe erzählt aus 20 Jahren Umweltarbeit


Der Ökolöwe ist 20 Jahre alt. Am 23. November 1989 versammelten sich Umweltaktivisten aus Kirche und Kulturbund und gründeten den Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. als gemeinnützigen und regionalen Verein. Seit diesem Tag engagieren wir uns für eine ökologische und nachhaltige Entwicklung unserer Region.

Schwerpunktthemen des Vereins waren und sind ökologische Mobilität, Umwelt- und Naturschutz, ökologischer Landbau, umweltfreundliche Siedlungs- und Stadtentwicklung uvm. Umweltbewusstes Handeln muss nach wie vor vermittelt werden.

Wir haben unsere Vereinsarbeit der letzten 20 Jahre in einer Broschüre zusammengetragen. Vielleicht erinnern Sie sich an die eine oder andere Aktion oder waren sogar selbst dabei? Sie können die Broschüre als PDF herunterladen oder kostenlos bei uns bestellen. Füllen Sie hierfür einfach das untenstehende Formular aus (Postadresse in das Feld für Mitteilung eintragen).

Schauen Sie sich auf unserer Website um und erfahren Sie mehr über uns, unsere Geschichte sowie über unsere Projekte. Die erreichten Ziele und Erfolge verdanken wir dem Engagement vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter, Freiwilliger, Mitglieder und Spender sowie Förderer des Vereins.

Zum Jubiläum organisiert der Ökolöwe vielfältige Veranstaltungen. Mit einem Klick werden Sie zu unseren Terminen weitergeleitet.

20 Jahre erfolgreiche Arbeit, Idealismus, Visionen und Träume. Wir kämpfen weiter für eine umweltbewusste Region! 

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Schenken Sie uns zum Geburtstag eine Spende oder drücken Sie Ihr Engagement in Form einer Mitgliedschaft aus. Werden Sie Ökolöwe!




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20 Jahre Ökolöwe. Jubiläumsfeier - Impressionen

08.12.2009 (aktualisiert am 11.02.2010)

20 Jahre Arbeit mit Biss

Zur Jubiläumsfeier des Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. am 26. November 2009 würdigten Heiko Rosenthal, Katrin Kusche und Roland Quester die Arbeit des Vereins

Kurz nach dem Mauerfall, im Herbst '89, wurde von einer Gruppe von Umweltaktivisten ein Umweltbund gegründet. Seit dem 23. November 1989 streitet der "Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V." mit einer starken Stimme für Leipzigs Umwelt und seine BürgerInnen. Für Heiko Rosenthal, Umweltbürgermeister Leipzigs, war dies der "Auftakt einer offensiven Umweltarbeit". Auf der Festveranstaltung zum 20jährigen Jubiläum des Umweltvereins wünschte er nicht nur dem Ökolöwen, sondern auch sich selbst, "dass der Ökolöwe weiter laut brüllt im Leipziger Großstadtdschungel". Denn "Ökolöwen sind nicht bekannt für Ningeln und Nörgeln, sondern arbeiten für ihre Visionen." so Rosenthal. Und er fügte hinzu: "Bleiben Sie unser Partner." 

Umweltprobleme haben in den letzten 20 Jahren nicht an Brisanz verloren. Immer noch findet Wachstum auf Kosten der natürlichen Ressourcen statt. Katrin Kusche, Bundesgeschäftsführerin der Grünen Liga, nannte als wichtigste Eigenschaft des Ökolöwen deshalb "seinen Biss". Der Verein breche Umweltthemen auf die Stadt Leipzig und auf jeden Bewohner herunter. Er zeige konkrete Handlungsmöglichkeiten und alternative Konzepte auf und habe mit seiner Umweltbibliothek eine Fülle an aktuellen Umweltinformationen parat.

"Auch wenn es sicher Dinge gibt, die wir nicht geschafft haben, wir ziehen unsere Kraft aus dem, was uns gelungen ist, unseren Erfolgen", sagte Roland Quester, Gründungsmitglied des Vereins und seither Chef der Umweltbibliothek. "Ökolöwen handeln aus Überzeugnung, weil wir denken, dass es richtig ist, was wir tun.", bekräftigte er. Die dafür nötige Kraft wünschte Katrin Kusche dem Verein auch für die nächsten 20 Jahre. Unterwegs für die Umwelt in Leipzig, hat der Ökolöwe noch Vieles vor.

Doch bevor die Löwen sich wieder in die Arbeit stürzten, wurde am Jubiläumsabend getafelt und getanzt. Für einen prächtig gedeckten Tisch sorgten die Ökolöwenmitglieder, die so viele Leckerbissen mitbrachten, dass der Platz auf dem Mitgliederbüfett knapp wurde. Für Tanzlaune und wilde Wirbel auf dem Parkett sorgte die Klezmer-Band KlezzKavice.


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20 Jahre Friedliche Revolution